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Architekt, Maler und Schriftsteller

Schon als Schüler entschied sich Teusch für seine Leidenschaft, die Farbe. Er ging nach München und studierte gleichzeitig Malerei, Kunstgeschichte und Architektur.
 

In München fand er Gleichgesinnte und schloß sich dem Kreis um Volker Heym, Waki Zöllner, dem Surrealisten Ulrich an. 1956 veranstaltete diese Gruppe die skandalumwobene, vieldiskutierte Aus­stellung in der Arche Noah an der Münchner Leopoldstraße.

Der Freundeskreis erweiterte sich um: Gregor Lambert, den späteren Kinderbuchautoren Janosch, den Bildhauern Mick Düx, Klaus Frieslander, Erwin Echternach, den Malern der Gruppe Spur; Brehm, dem Bildhauer Lothar Fischer, den freien Künstlern Jörg Wiesbeck, Prof. Oberberger, Hans Leismüller, Max Seitz, Eleonora v. Poschinger, die Autorenfilmer Klaus Lemke, Peter Berling, Haro Senft, Boris Marangossov, Herbert Vesely.

Richtungsweisend waren die Diskussionsrunden um Schlöhndorf, Alexander Kluge, die Brüder Thomas und Peter Schamoni, Rainer Maria Fassbender, die Politologen Klaus Bärsch, Michael Hereth, den Philosophen Jürgen Rollwage, Ulf von Mechow. Teusch studierte in der Folge Bildhauerei bei Brenninger, Frei­handzeichnen und Aquarellieren bei dem legendären Hans Döllgast, Kunstgeschichte bei Hans Sedlmayr, Dussler, Hess, Friedrich Kraus.


Teusch arbeitete unter Professor Middeldorf am Deutschen Kunst­historischen Institut in Florenz über „Stilentwicklungen der Florentiner Kunst unter dem Einfluß der politischen Zielsetzung der Auftraggeber." 

Er arbeitete an Fragen der Stilmittel der geometrischen Formen, der pythagoräischen Proportionslehre, Zahlenrythmen und Zahlenmystik. Ihn interessierten die Aussagen der Komposition und der Interaktion von Farbmischungen, ihrer Ordnung zu ein­ander, die der komplementären Farben, die Wirkung des Simultankontrastes in der Malerei, die Wirkung der perspektivischen Fluchtungen, der Sym­metrie bzw. deren Abweichung als Mittel der Aussage bei Gemälden von El Greco, Piranesi, Tintoretto und bei Bauwerken Palladios, Bruneleschis, Borrominis u.a. Als Architekt arbeitete Teusch vor­wiegend in Deutschland, Italien und den arabischen Staaten.


1968 wurde er Bürochef des Florentiner Landschaftsarchitekten Pietro Porcinai, der als Restaurator und Erschaffer von klassischen Gärten einen ersten Rang einnahm. In der Folge restaurierte Teusch klassische Villen, antike Güter und Bauernhäuser in der Toskana.

In Italien diskutierte er mit dem Maler Pietro Anigoni, den Filmleuten Fellini, Arnoldo Foa, den Schriftstellern Sciascia, Moravia, Luise Rinser, Carmine Gregotti, Alfredo Brice Echenique, Marcello Staglieno, den Schauspielern Ida de Benedetti, Anna Proclemer, Giorgio Albertazzi, Vittorio Gassmann, Philippe Leroy, den Regisseuren Carmelo Bene und Diego Gullo, dem Philosophen Leonardo Clerici, dem Kunsthistoriker Achille Bonito, den Malern Ignazio Moncada, Stanley Tomshinsky, Frater Sidival Fila u.a. Seine Arbeit brachte ihn zusammen mit Persönlichkeiten der Wirtschaft, der Politik und der Mode und den Medien. Tätigkeiten und Wohnsitze in Rom, Mailand, und München.